28 Weeks later

28weekslaterIn dem Horrorfilm aus dem Jahr 2007, der an den Überraschungshit „28 Days later“ anschließt, scheint die Gefahr durch die „Infizierten“ zunächst gebannt, doch nicht lange, bis das Virus erneut ausbricht und die Zivilisation bedroht.

Die Freundlichkeit gegenüber Fremden

Der Film beginnt in einer Idylle auf dem englischen Land, die aber rasch gestört wird. Don (Robert Carlyle) und seine Frau, Alice, (Catherine Cormick) verstecken sich vor den Infizierten in einem Haus auf dem Land. In der spannenden Eingangsszene kommen die Stärken des Films voll zum tragen. Welches Risiko kann man eingehen, um einem Fremden zu helfen? Wie weit ist man bereit zu gehen, um zu überleben? Wem kann man vertrauen, wenn jeder innerhalb von Minuten zu einem Feind werden kann?
Diese theoretischen Überlegungen gewinnen schnell an Bedeutung, wenn dir eine Horde Infizierter das Fleisch vom Leib reißen will. Viel Zeit zum Überlegen ist da nicht.
Don und Alice nehmen einen Fremden in ihr Haus auf, kurz danach sind die wilden Horden schon da, und Don muss eine folgenschwere Entscheidung treffen. Er lässt Alice zurück und rettet sein eigenes Leben. Die Schuld macht aus ihm einen gebrochenen Mann.

28 weeks later der Trailer

Mit High-Tech gegen die Zombies

Ein halbes Jahr später scheint die Gefahr durch die Infizierten gebannt. Wie im ersten Film vorausgesagt, hat man die Bedrohung ausgesessen. Die Infizierten sind ohne neue Opfer verhungert, nur vereinzelt streunen sie noch umher. In London herrschen trotzdem hohe Sicherheitsmaßnahmen. Eine Art Polizeistaat hat aus dem East End eine sichere Zone, eine Green Zone, für die Überlebenden gemacht, Scharfschützen patrouillieren auf den Dächern, und vertreiben sich die Zeit, indem sie die letzten Infizierten erschießen. Die Apokalypse ist zur Normalität geworden, die Bedrohung war schon mal schlimmer, alles ist zur Routine erstarrt.
Hier begegnen wir Don wieder, der mit seinen beiden Kindern (Imogen Poots and Mackintosh Muggleton)Zuflucht in der Stadt gesucht hat. Nun steht er vor der Aufgabe, ein neues Leben zu beginnen.
Es ist ihnen streng verboten, die sichere Zone zu verlassen. Doch schon bald gehen die Kinder auf Streifzug.

Wiedersehen mit Mami

Im Keller des Stadthauses treffen sie auf ihre Mutter, die eigentlich von den Infizierten zerfleischt worden sein müsste. Aber der Mutter geht es gut, sie ist nicht ansprechbar, aber scheinbar nicht infiziert. Die Kinder bringen sie zurück in die sichere Zone, dort sorgt sie für einige Aufregung. Offenbar ist sie nur eine Wirtin für das Virus, selbst aber nicht betroffen. Sie könnte die Heilung für die Plage sein. Aber auch für ein erneutes Aufflammen sorgen. Die Behörden streiten noch über ihre Verwendung.
Nachdem ihr Ehemann sie noch einmal besucht hat, um sein Gewissen zu erleichtern und um ihr einen folgenschweren Kuss zu geben, ist schnell klar, in welche Richtung sie das Schicksal der Menschen beeinflussen wird.
Schon bald ist niemand sicher vor den infizierten Horden und ihrer rasenden Wut.
Erneut gilt es für die Überlebenden, alles zu tun, um zu entkommen.
Aber sind die Infizierten diesmal nicht noch etwas intelligenter als früher, noch etwas schneller, scheinen sie nicht jede Schwachstelle auszunutzen?

Zombies

Die postapokalyptische Zombie-Manie ist in vollem Gange dank Computerspielen und Kinofilmen. Nachdem sie 2002 mit 28 Days Later erneut entzündet und mit vielen verschiedenen Varianten am Köcheln gehalten wurde (z.b. Day of the Dead, Resident Evil, Land of the Dead, Planet Terror oder den Parodien Shaun of the Dead oder Zombieland), brach sie mit der US-Serie The Walking Dead vollends aus.

28 Weeks Later ist solide Genre-Kost, allerdings weit vom innovativen Vorgänger entfernt.

Aufmacher

Ein folgenschwerer Kuss sorgt für ein Aufflammen des Virus, der Großbritannien 28 Wochen vorher fast entvölkert hat. Wird die Menschheit diesmal überleben?